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Tata Dindin entlockt seiner afrikanischen Harfe himmlische
Klänge und sein Gesang erzählt vom Leben in Gambia. Er ist Solist
und Sänger in der Zirkusband. Virtuos zupft er seine Kora –
eine Art afrikanische Stegharfe – und lässt einzigartige Töne
entstehen. Die Koralinien verweben sich zu einem fließenden Teppich
aus afrikanischen Rhythmen, die den frei schwebenden Gesang Tata Dindins
tragen.
Tata Dindin wurde in Brikama in Gambia, der Heimatstadt des berühmten
Jobarteh-Clans geboren. In seiner Heimat ist er ein Star der Jugend, hochvirtuos
und experimentierfreudig und hat der Kora-Musik seines Landes einen neuen
Kick gegeben.
Die Kora, die Tata Dindin spielt, gilt als „Instrument der Könige".
Traditionell wird sie nicht mit Trommeln zusammen gespielt, sie wäre
dafür zu leise. Sie repräsentiert eher den ruhigen, bei uns
unbekannten Aspekt afrikanischer Musik.
In den Liedern werden oft Anekdoten aus den Volksepen erzählt, Lobpreisungen
auf die Familie des Auftraggebers gesungen oder moralische Ratschläge
erteilt.
In der Mandika Gesellschaft von Gambia wird die Kora nur von so genannten
Jalis gespielt. Das sind Familien, deren einzige Aufgabe es ist Geschichte
und Musik zu bewahren und das seit mehr als tausend Jahren. Jalis sind
Musiker, Geschichtenerzähler, Ahnenforscher, Entertainer und die
älteren Jalis sind vor allem Ratgeber und Anwälte.
«Für uns ist Musik Teil des Lebens, Kultur
- kein Geschäft. In Europa ist das etwas anders, mehr kommerziell.
Man verliert einen Teil seiner Seele, wenn man lange in Europa ist. Ich
konzentriere mich dann ganz auf meine Musik, das gibt mir Kraft.»
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