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Welthaus Diözese Graz-Seckau unterstützt weltweit Projekte, die die Armut in ländlichen Regionen verringern und die Menschenrechtssituation verbessern. Schwerpunktländer in Afrika sind Senegal und Tanzania. Zwei Beispiele:


Senegal
Demokratisierung

Senegal gehört zur ökologisch sehr labilen Sahelzone und ist mit einer Vielzahl von Umweltproblemen konfrontiert: Entwaldung, Auslaugung der Böden, Bodenerosion, Boden- und Wasservergiftung oder Überweidung. Verstärkt werden diese Probleme durch einen zunehmenden Bevölkerungsdruck, dem fehlenden Zugang weiter Bevölkerungskreise zu Bildung oder unangepassten Anbaumethoden. Staatliche Programme gehen oft an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei oder werden nur zum Teil umgesetzt.

Welthaus arbeitet seit 1998 mit der senegalesischen Partnerorganisation Symbiose zusammen. Das gemeinsame Ziel von Symbiose und Welthaus ist die organisierte, aktive Teilnahme und Mitbestimmung der bäuerlichen Bevölkerung an der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.

Welthaus unterstützt mit seiner Partnerorganisation Symbiose in der Region Kaolack das Projekt PDIC: Ziele sind die Verbesserung des Bodens, Förderung der Bildung, Ernährungssicherung durch verschiedene Obst- und Gemüsesorten sowie Schutz des eigenen Lebensraumes. Ein Dammbau ermöglicht es, den versalzten Boden für Reis- und Gemüseanbau rückzugewinnen.

Die Erfahrungen in den Dörfern werden durch gewählte Bauernvertretungen in die Politik eingebracht und kommen in der Folge auch anderen Dörfern und Menschen zugute. Durch die Möglichkeit, ihr Leben und ihre Umwelt mitbestimmen und gestalten zu können, sehen die Menschen nicht mehr ihre einzige Chance in einer Flucht nach Europa, sondern bleiben in ihrer Heimat Senegal.
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Infos/Kontakt: gaby.gmeindl@welthaus.at, Tel. +43 / 316 / 32 45 56-14

Tanzania
Verteidigung der Menschenrechte

Anfang der 1990er Jahre lebten in Tanzania rund eine Million Menschen vom Abbau von Gold und Edelsteinen in der kleinstrukturierten Minenindustrie. Die Einnahmen durch den Export und Verkauf der Edelsteine haben maßgeblich zum „relativen“ Wohlstand des Landes beigetragen.

1994 kamen internationale Konzerne ins Land. In der Folge wurden hunderttausende Kleinbauern ohne Entschädigung von ihrem Land vertrieben und Kleinschürfer ihrer Existenzgrundlage beraubt. Einschüchterungen, Folter und Morde stehen heute in der Umgebung der großen Minen auf der Tagesordnung. Die Konzerne okkupieren oft viel mehr Land als ihnen durch die Konzessionen zustehen würde. Der Einsatz von giftigen Chemikalien (Zyanid) bzw. die unzureichende Entsorgung des Giftmülls stellen eine tickende Zeitbombe dar. Obwohl die Konzerne enorme Gewinne aus den Exporten lukrieren, zahlen sie nur sehr geringe Steuern bzw. fließen rund 98 % des erwirtschafteten Gewinns aus Tanzania ab.

Die tanzanische Organisation Leat setzt sich mit Unterstützung von Welthaus seit Jahren für die Rechte der Kleinbauern und –schürfer ein. Leat bietet den Betroffenen Beratung und Hilfe. Die Organisation zeigt die Korruption bei der Lizenzvergabe für Minen auf und bringt Prozesse gegen die Konzerne ins Rollen. Auch im Umweltbereich ist Leat aktiv.
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Infos/Kontakt: sigrun.zwanzger@welthaus.at, Tel. +43 / 316 / 32 45 56-12